Dienstag, 24. Oktober 2017

Story Time - Geburtstagsgeschichte "Schildi"

Da hat es Tet Suwan nun endlich mal wieder geschafft etwas zu schreiben - und diesmal ist es eine längere Geschichte geworden - und sie entstand aus einem schönen Anlass heraus - ein liebes Mädchen - dass mir durch eine gute Freundin bekannt ist wurde volle und ganze 10 Jahre alt - also bekamm sie ihre ganz eigene Geschichte:


Die Wunder-Wander-Schildkröte "Schildi"



Einst wanderte ich auf den entlegensten Wegen und machte die interessantesten Entdeckungen. Über Berge und Täler führten mich meine Füße wobei der Untergrund zu leben schien. Ich spürte einen starken Herzschlag der so faszinierend war wie die Umgebung die mich voll und ganz in den Bann zog. Noch nie unternahm ein Mensch solch Reisen auf solchen Wegen!

Magst Du es einmal versuchen diese Wege zu erklimmen und ihnen näher zu kommen?! Damit auch Du einmal in meine Spuren treten kannst?!

Wenn dem so ist und Dich die Neugier packt was es alles so zu entdecken gibt - hör gut zu und lausche meiner Geschichte von „Schildi“ - eine von den seltenen Wunder-Wander-Schildkröten:

Es war früh am Morgen - die Sonne verbarg ihr Antlitz noch hinter den dunkelsten Schichten der Erde - nur ihren Freund den Mond vermag sie so gut es ging auszuleuchten - ich aber stand im Dunkeln. Ich - das ist ein 10 Jahre altes Mädchen - man möchte fast meinen eine erwachsene Frau - die voller Lebenslust ihr Leben zu gestalten wusste - meine Energie war grenzenlos und ebenso meine Fantasie. Allem vermochte ich auf dem Grund zu gehen - mein Mut und meine Stärke unterstützten mich dabei. Charlotte ist mein Name - doch alle nennen mich Lotti!
Lotti ist im Übrigen sehr erfreut darüber, dass ihr meiner Geschichte Leben einhauchen wollt - denn was wäre eine Geschichte ohne Zuhörer - was wäre eine Geschichte ohne jemanden der diese Zeilen lesen würde...

Meine Freunde - ich danke euch und berichte nun weiter: denn da stand ich nun eines schönen Morgen im Dunkeln und wusste nicht wo meine Füße mich hintragen sollten. Die Dunkelheit hat zu eigen, dass man nicht allzu viel sieht - selbst mit meiner schickesten Brille konnte ich nicht viel erkennen - auch wenn ich sie liebe - meine dicke rote Brille - dunkel bleibt dunkel - da helfen keine Gläser. Und so setzte ich - zu Beginn zaghaft Fuß vor Fuß und gelangte immer weiter weg von meinem Ausgangspunkt. Zu erst schien es ein Weg aus Asphalt - eine Straße - unbefahren - unbeleuchtet - dann merkte ich Erde und darauf feuchtes Laub - bis dann daraus Sand wurde - da ich keine Schuhe trug killerten mich die Sandkörner zwischen den Zehen. Weil ich wissen wollte wie es weiter ging nahm die Schüchternheit zwischen Füßen und Untergrund stetig ab - ich ging immer schneller - das setzen des einen Fußes vor den anderen erfolgte nun energischer - und so wurde aus Sand Wasser! Nur kurz wagte ich es nicht weiter zu gehen - aber ich wusste - dass ich da durch muss - dass das Wasser nur eine kleine Etappe darstellte. Und so wurden erst meine Füße ganz nass - dann meine Beine - das gehen viel mir immer schwerer - Wasser besitzt nämlich die Eigenschaft einen größeren Widerstand zu haben als die gute leichte Luft.

Aber ich nahm alle meine Kraft zusammen und ging dem Wasser entgegen. Bald war es mir sogar möglich zu schwimmen - ich bin eine gute Schwimmerin - am liebsten hab eich es allerdings wenn mich große Rutschen zum Wasser geleiten - das killert immer so schön im Bauch und macht einen Heidenspaß - doch hier wurde aus Spaß langsam aber sicher Ernst. Das Wasser war so tief geworden, dass ich mich nicht mal mehr zwischendurch vom Schwimmen erholen konnte - um keine Panik zu bekommen begann ich zu hoffen - hoffen darauf dass jeder Weg ein Ziel hat - auch wenn ich den Weg nicht sehe und auch wenn ich das Ziel nicht kenne!

Zu meiner Erleichterung bemerkte ich nicht weit ab von mir eine Art grüne Insel - die Morgendämmerung die nun begann machte es mir möglich meine Umgebung etwas besser wahrzunehmen - und so war ich froh um diese schicke grüne Insel. Ich steuerte also die Insel an und war sehr froh wieder festen Boden unter meinen Füßen zu spüren. Schlagartig fühlte ich mich wohler - mit den ersten Schritten auf dieser Insel bemerkte ich Wärme und Nähe und einen leisen Klang - ein Pochen - ein „bum- bum-bum“ - mir war nicht ganz sicher ob dieses Schlagen - was einem Herzschlag doch sehr Nahe kam - meiner war oder von jemandem anderen der mir den Weg erklären könnte den ich hier gerade zu gehen habe...

Aber erst mal nahm ich mir vor diese Insel zu ergründen - diese Insel - die meine grüne Rettung darstellte war an Pflanzen und Bäumen reich - Wege zu erkennen erschien mir zunächst nicht einfach - aber einmal hinter die ersten großen Schicht an Bäumen geschaut erkannte man eine Pracht aus tausenden Wegen - und jeder einzelne Weg lud mich ein ihn zu betreten. Der erste Weg den ich mir aussuchte führte mich auf einen hohen Berg - es schien gar nicht aufzuhören - immer höher und höher - und die Bäume wurden immer kleiner und kleiner - ich musste all meinen Mut zusammennehmen um meine Füße davon zu überzeugen weiter zu gehen - immer weiter nach oben. Die Angst abzurutschen war da - und auch durchaus berechtigt - da der Boden leicht matschig war. Aber was soll ich euch sagen - mein Mut ging als Sieger hervor - ich kam als Bezwingerin und so war es mir möglich auf dem Gipfel des Berges zu stehen. Dort angekommen sah ich das Wasser um die grüne Insel herum - schön war es das offene Wasser zu sehen - es schien ruhig und doch in Bewegung - die Bewegung lies sogar erahnen, dass ich meinen Weg weiter fortsetzte. Hierzu war es nun nicht mehr von Nöten selbst das Wasser zu verdrängen. Ich konnte die zeit nutzen die Insel zu erkunden - die auf einer Art sehr hilfreich schien - aber doch auch voller Mysterien.

Denn Warum bewegte sich die Insel vorwärts?!
Was machte diese Insel so besonders?!
Wo bringt mich diese Insel hin?!

Da ich nicht ewig auf dem Berg der Insel verweilen wollte machte ich mich an den Abstieg - welcher sich als eine wahhaft außergewöhnliche Rutschpartie herausstellen sollte. Einmal auf dem Popo gelandet ging es abwärts - hui.....
Bei dieser Abfahrt merkte ich um mich herum ein Surren und Flattern - als wenn ich nicht alleine den Berg hinunter sausen würde - kleine Geister begannen zu kichern - und auch ich begann alsbald lauthals zu lachen. Denn ein Weg hinab in die Tiefen - aus denen man gerade gekommen war - kann spaßig sein - denn man kommt am Ende auf den Boden der Tatsachen zurück.

Unten angelangt musste ich mir mein Bauch halten vor lachen und feststellen, dass ich voller Matsch war - aber was macht das schon - ein wenig Dreck hat noch niemanden geschadet. Nachdem mein Bauch sich wieder gefangen hatte hörte auch das Surren und Kichern auf - die kleinen Geister um mich herum begannen in einem Glitzertanz zu vergehen. Und doch schienen an so einem Ort - solche kleine Wesen selbstverständlich zu sein - kein Ort kommt ohne seine Geister, Elfen oder Feen aus - keine Welt kann so Trist und Freudlos sein. Beflügelt von diesen Gedanken und diesen guten Geistern die um mich herum zu sein schienen setzte ich meinen voller Matsch besetzten Körper weiter in Bewegung.

Es gab hier die schönsten Bäume zu entdecken - hoch waren sie - größer als ich - und das obwohl ich eine stolze Größe besitze - die nur noch durch die Größe meines Herzens übertroffen werden konnte. Aber lasst mich euch auch berichten von den süßesten Früchten die ich zu Kosten vermag - die vor Farbenfreude nur so lechzten. An einigen Früchten allerdings traute ich mich nicht heran - sie schienen ein Gesicht zu haben - eine Seele - und als ich diese pflücken wollte stöhnten sie leise als ob ihnen ein Schmerz zugefügt wurde. Und so erkannte ich welche Früchte für mich bestimmt waren zum Essen und welche nicht. Die grüne Insel lehrte mich den Umgang mit ihr - und da ich den Umgang mit dem Gegenüber zu schätzen wusste gab ich mich den Gebräuchen der Insel dankbar hin.

Und auch als es mich auf einen der Wegen schauderte - weil ich dunkle Täler nicht links liegen lassen konnte - zeigte mir die Insel mit leuchtenden Pilzen den sicheren Weg - sie sahen von Nahem aus wie kleine Nachtischlampen - ihnen verdankte ich es dass ich nur immer kurz Angst verspühren musste und ich dann doch ungehindert meinen Weg gehen konnte. Dabei begleitete mich natürlich der stetige Klang des Pochens - ich wusste um meinen Herzschlag und dieser wurde ergänzt durch einen zweiten. Wenn meiner schneller schlug - schlug auch dieser schneller - war ich zufrieden und voller Ruhe und verlangsamte sich mein Schlag des Herzens so tat es dies auch. Ich fühlte mich verbunden - mit der Insel - diesem grünen Schiff was mich voran brachte - was mir so viel zu entdecken gab - was mir soviel geheimnisvolles offenbarte und doch wollte ich nicht auf ewig hier verweilen - ich wollte meinen Weg selbständig zu Ende führen.

So trat ich den Weg nach vorne an und durchquerte die Schar an Bäumen und Sträuchern - und wollte Richtung Wasser - zum Anfang - oder auch zum Ende der grünen Insel - doch als ich die letzte Reihe der Bewucherung hinter mich lies - sah ich eine zweite kleine Insel vor mir - nicht ganz so Stolz an Bewuchs - aber doch grün. Nur ein Rinnsal an Wasser trennte die beiden grünen Inseln - ich stockte kurz und ging dann durch das Wasser hinüber. Als ich auf der wahrlich überschaubaren kleineren Insel angekommen war hebte sich diese empor und es stockte mir der Atem...

Ich befand mich mitten auf dem Kopf einer riesengroßen Schildkröte!!!

Dies alles erklärte die Bewegung - die Bewegung die diese Insel nach vorne trieb - es war kein Schiff - keine treibende Insel - es war eine Schildkröte auf dem Weg übers Wasser und ich hatte die Ehre dieser Schildkröte Gesellschaft zu leisten auf ihrem Weg durch das kühle kühle Nass.

Endlich verstand ich nun auch den zweiten Herzschlag - es war der Schlag des Herzens dieser gigantischen und wunderschönen Kreatur!
Ich setze mich voller Ruhe und Zufriedenheit auf ihren Kopf nieder und genoss die Fahrt in Richtung eines Horizontes den ich nur erahnen konnte...

Doch jede Reise hat ein Ende - jede Überfahrt ist einmal abgeschlossen - und so auch meine - liebe Zuhörer und liebe Leser - auch ich musste von diesem stolzen Kopf herabsteigen um meinen Weg weiter gehen zu können.

Und so kam der Tag im Sonnenlicht daher - es war knapp 8 uhr - an einem 18. Oktober – genau vor 10 Jahren - als ich dieser Schildkröte den Rücken kehren musste. Doch ich hatte Glück -auf der anderen Seite - am Horizont hinter dem Wasser wartete eine Zauberkatze auf mich – „Heidi“ war ihr Name - sie führte mich ins Licht und ins Leben!
Der Schildkröte hingegen mag ich noch einmal begegnen - dann weiß ich auch um ihren Namen - denn in alten Büchern steht geschrieben - dass dies eine Wunder-Wander-Schildkröte ist - die es nur selten in unsere Welt schafft - auf ihrem Kopf sitzend gab ich ihr den Namen „Schildi“ - und Schildi wird es auch sein - die ich am Ende meiner Tage wiedersehen werde und die mich begleiten wird in meinen ganz eigenen grünen Himmel - aber so lange kann ich mit meiner Katze das Leben spielen und weiß um die schönsten und sagenumwobensten Orte dieser Welt.

ENDE?!


Weil diese Geschichte doch sehr lang ist - und damit Lotti einmal meine Stimme dazu hören kann - habe ich versucht seit sehr langer Zeit wieder ein Video hochzuladen - es ist nicht besonders schön - und ja auch ich verspreche mich bei diesem langen Text - aber ich hoffe er gefällt der kleinen großen Charlotte!


Tet Suwan

Sonntag, 27. August 2017

Story Time - Fragezeichen

Lange nichts zu stande gebracht hier - vor Ort - meine Plattform des Schreibens - leider...

Die Absicht war da - aber die Gedanken... - die Gedanken waren überall nur nicht auf dem Papier - das Schreiben lag mir fern.... - die Worte liesen sich nicht formen - so wie meine Gedanken sich in keine Form pressen wollten - überall und nirgends so bezeichnet Tet den Zustand ihrer Gedanken...



Mit diesem großem Fragezeichen möchte ich nach langem einen kurzen Gedanken auffassen - doch vorab dazu ein Zitat von JAN BOR - ein niederländischer Philosoph:
"Ich kann den Inhalt meiner Geschichten in einem kurzen Gedicht zusammenfassen. Es ist vllt das kürzeste Gedicht, das jemals geschrieben wurde.
Es lautet:
Ich.
Wer?"
 
"Die  Welt ist wie ein großes Fragezeichen - und du und dein Leben ebenso!" - Tet denkt immer so viel nach - sie würde es so gerne ändern - sie bemüht sich auch redlich - aber es funktioniert nicht - und auch würde sie gerne diese ganzen Fragezeichen aus ihrem Kopf bekommen - damit sie weiß was für eine Rolle sie in diesem ganz großen Fragezeichen an Welt inne hat. Doch Tet weiß - es ist eine lange Reise - ein langer Weg - der gegangen werden muss und nicht durch Abkürzungen vollbracht werden kann - denn das Ziel - das Ende - ist der Tod - im Tod lösen sich alle Fragezeichen auf - und wo jetzt ein Fragezeichen steht wird ein Ausrufezeichen Erleuchtung bringen - denn - so die Überzeugung Tets - es gibt innerhalb des Weges des Lebens keine Ausrufezeichen - Vermutungen vielleicht ja - aber keine Vermutung vermag es das Fragezeichen gerade zu biegen - den sicher können wir uns im Leben nie sein - ob nun durch Religionen - Philiosophien oder ähnlichem - am Ende vermuten sie alle nur - und selbst der Glaube scheint kein Ausrufezeichen zu sein - und so müssen wir uns alle gedulden - bis am Ende alle Fragen gelöst werden - und die Welt selbst zum Ausrufezeichen wird!



Eine schwere Idee vielleicht - aber nach langer Zeit wiedereinmal Worte die hier erscheinen und mich beruhigen dass ich noch am Leben bin - dass ich noch meine Gedanken ab und an in Form bringen kann und zur Tastatur greifen kann und ganze Sätze bilden kann...

Gute Nacht!
Tet

Donnerstag, 29. Juni 2017

Tea-Time

Heute ist mir nach Tee - es wird nämlich ungemütlich draußen und dann braucht Tet Suwan einfach mal was warmes und etwas was mich anspricht....

Also ein Yogi-Tee und auch gleich eine ganze Kanne:


"Ich bin schön, voller Gaben und Seligkeit."

 Tet findet diesen Spruch sehr wohltuend - er streichelt die Seele mit etwas Selbstliebe - und was soll ich euch sagen - Selbstliebe haben wir alle nötig - denn wer ist nicht oft dabei sich runter zu machen - sich als "nicht-schön" zu sehen...

Aber was soll ich euch sagen - wir sind alle schön - Tet glaubt wir müssen uns nur mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten und erkennen das wir schön sind - so wie wir sind - nicht erst wenn wir jenes oder dieses erreicht haben...

Einfach im Hier und jetzt erkennen was wir wirklich sind - unabhängig von den anderen - denn nur wenn wir selbst erkennen - dass wir schön sind können wir uns selbst lieben und unser volles Potential erreichen - also hört auf euch runter zu machen - euch zu vergleichen - nehmt euch allein und erkennt - dass ihr schön seid und voller Gaben und Seligkeit und lernt euch selbst lieben - denn "Du bist schön"!

Tet Suwan

Montag, 26. Juni 2017

Freier Fall

Fast fängt die neue Woche wieder an -  fast hätte ich meinen Blog aus den Augen verloren - fast hätte ich mich aus den Augen verloren - aber ich muss euch sagen - ich finde mich - ich finde mich mal hier - mal da - so Stück für Stück - einiges kommt mir auch vermehrt abhanden - aber im Groben und Ganzen bin ich auf einen  guten Weg und ich will stark hoffen - dass es auch so bleibt....

...und so schreibe ich mal wieder eine kleine Geschichte:

______________________

 Freier Fall

Ich befinde mich in der Luft - meine Füsse fassen keinen Boden - kein Grund befindet sich direkt unter mir...

"Mir fehlt der Halt!"

Ich stürze - falle - von oben nach unten - so hat es den Anschein - erkennen kann ich nicht viel - bin orientierungslos - habe Angst - schreie - weine - es überkommen mich die unterschiedlichsten Gefühle - bin gefangen in meinen Emotionen - falle weiter...

"Ich weiß nicht wohin mit mir!"

Wo ist oben?! Wo ist unten?! 
Keinerlei Orientierung - keinerlei Anhaltspunkte wo ich bin...

Und doch bin ich - wenn auch haltlos - aber ich bin - weiß um meiner Person - nur weiß ich nicht wo diese kleine Person zu finden ist - es gibt keinerlei Punkte an die ich mich richten kann - oder doch?!

Sehe ich diese Punkte nur nicht richtig?! Glaube ich nur sie nicht zu sehen?!

Ich fühle den Wind in meinem Gesicht - er ist zwar hart zu mir - aber er macht mir die Sicht frei - selbst wenn die Augen tränen - die Tränen gelangen - wie meine Haare - nach oben - sie folgen dem Wind - meine Augen aber bleiben starr und suchen den Grund...

Ich versuche mich zu fassen - nichts zu sehr zu wollen - selbst wenn ich nichts erahnen kann - selbst wenn ich nichts sehen kann - ich versuche mich dem Fallen hinzugeben....

"Lass dich fallen!"

Ungewohnt die Angst - die Panik - gehen zu lassen - sie mit meinen Tränen und Haaren nach oben steigen zu lassen - ungewohnt sich einfach fallen zu lassen - und doch unerahnt schön...

"Ein Gefühl von Freiheit!"

Und in diesem Gefühl frei zu sein - frei von Ängsten - von Sorgen - kann ich das alles um mich herum fassen - ich finde meine Orientierung - kann mich orten innerhalb des Ganzen - weiß um mich - und um das alles um mich herum...

So sicher - so aufgehoben im Fallen - erahne ich so etwas wie Boden - es ist da etwas unter mir - ich bin nicht mehr ohne jeglichen Rahmen - ich habe mein Ziel gefunden...

Und so verspühre ich einen Ruck - etwas zieht mich nach oben - getragen - aufgefangen - gleite sanft nach unten - zart gelange ich auf den Boden unter mir - auf den Boden der Tatsachen - und komme einfach erstmal im Leben an...

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...und so lasst uns alle in diesem Leben ankommen - und wenn wir fallen - die Orientierung im Leben verlieren - lasst uns einen Weg finden das Fallen zu genießen - lasst uns in dem Fallen uns selbst finden - gerade weil wir es genießen können nicht alles unter Kontrolle zu haben - gerade weil wir nicht bestimmen können wo es hingeht - weil wir einfach mal lernen müssen uns fallen zu lassen - dem Leben seinen Lauf lassen und uns ihm einfach hingeben....

...denn selbst Alice - die liebe Alice im Wunderland von Lewis Carroll - musste erst sich fallen lassen um dort anzukommen wo Sie die schönsten Abenteuer erlebt hat - also lasst uns das Fallen genießen - und vergesst am Ende nicht wieder aufzustehen!

Tet Suwan




 

Sonntag, 26. März 2017

Worte & Gedanken - Bin ich schon erwachsen?!

Bin ich schon erwachsen?!


Wie immer - 
heute war es wie immer -
nur irgendwie schlimmer.

Du lagst in meinen Armen - 
ich nicht in deinen -
du begannst zu weinen.

Ich drückte dich -
versuchte dich zu stärken -
würdest du es bemerken?!

Bemerken - 
dass ich mich auch nach Stärke sehne - 
nach einer Schulter an die ich mich anlehne?!

An deine Schulter -
die Schulter die ihre Tochter trägt - 
die das Leben ihrer Kinder prägt.

Und doch trage ich dich - 
nicht du mich - 
"Warum?!" sprich!

Bin ich es nicht wert?!
Wert getragen zu werden?!
sollt ich lieber sterben?!

Ich soll immer für dich da sein -
doch bist du für mich da - 
wenn ich dich brauche ganz nah?!


Ich versuche zu gehen -
ganz alleine -
denn die beine sind meine.

Als ich Kind war -
solltest du mir gehen beibringen -
doch du hast keine Ahnung von diesen Dingen.

Nichts lässt sich erzwingen -
Und so versuche ich alleine zu gehen -
und versuche nicht durchzudrehen.

Ich weine -
weine ohne dich -
denn du siehst meine Tränen nich(t).

Tet Suwan

Dienstag, 7. März 2017

Story-Time

Tet findet es soll mal wieder gewürfelt werden...

...lange gab es keine kleine Geschichte mehr - aber was soll ich euch sagen - mein kleines Leben schreit gerade danach - mein kleines Leben ist wieder mal bereit für einen Würfel...



Masken tragen wir alle...

Ihr Blick fiel auf ihre Mundwinkel - sie hingen lustlos nach unten - kein Lächeln gaben sie preis - sie verbargen eher Kummer und Schmerz in ihrer Mitte. Müde wirkte die Haut drumherum - fahl und ohne jegliche Regung. Die Nase war leicht errötet - die Augen leer.

"Erschöpft siehst du aus!"

Sie sprach zu sich selbst und musterte ihr Spiegelbild weiter tiefgründig.

"Unglücklich siehst du aus!"

Ihre Augen füllten sich immer mehr mit Tränen - feucht wurde ihr Blick - ihre Wangen wurden benetzt. 

"Traurig siehst du aus!"

Ihre Stimme wurde immer wackeliger - sie brach zwischendrinne - ihre Augen liefen ihr über - sie rang nach Luft - sie wandte sich ab vom Spiegel und fühlte in sich hinein.

"Du bist traurig - du bist unglücklich - du bist erschöpft!"

Und doch - trotz aller Erkenntnis - dass sie nicht nur so aussah - sondern es eben auch war - began sie sich zu fangen - die Tränen versickerten in der angereichert warmen Haut - ihr Gesicht bekam Farbe - sie schluchzte noch etwas und began gefasst zu schlucken und räusperte sich - ihre Stimme wurde klarer - wie auch ihre Augen - ihre Augen welche nun leicht leuchteten - Tränen hinterlassen immer auch eine Art von Glanz - nun wirkte sie wahrlich nicht mehr Regungslos - ihr Gesicht war gesättigt mit Gefühl.

"Wer sein wahres Gesicht hinter gerade passenden Masken versteckt, verliert es mit der Zeit aus seinen Augen."

Mit diesen Worten ging sie ins Bad - überzog ihr Gesicht mit kaltem klaren Wasser und begann sich etwas hübsch zu machen - ein wenig hier etwas für die Wimpern - ein wenig dort etwas für die Lippen - wahrlich es wirkte wie eine Maske - eine Maske die überhaupt nicht erschöpft - unglücklich oder traurig wirkte - und doch dahinter war sie es immernoch - diese traurige - unglückliche und erschöpfte Frau - aber sie war sich dessen bewusst - trotz jeglicher Maske die sie auftrug - wusste sie immer um ihr wahres Gesicht - und ab und an nimmt sie sich Zeit es zu zeigen...


Verliere nie dein wahres Gesicht aus den Augen - lege die Maske ab und an mal nieder - erlaube dir selbst einen Blick hinter deine Maske - erlaube dir du zu sein - und sei es nur für einen kurzen Zeitrahmen. Denn auch wenn deine Masken schön sind und ein Lachen tragen - kann es auch mal gut tun die Mundwinkel zu senken - die Tränen kommen zu lassen und sich einfach mal zu spüren - ja auch gerade dann wenn du erschöpft - unglücklich oder traurig bist.

Tet Suwan